Die meisten Hunde aus dem Tierschutz stammen aus dem Mittelmeerraum; hier ist es unbedingt erforderlich, sie vor der Einreise nach Deutschland auf die so genannten Mittelmeerkrankheiten zu testen.
Als Mittelmeerkrankheiten beim Hund gelten verschiedene Erkrankungen, die unsere tierischen Begleiter vor allem in der Region rund um das Mittelmeer befallen können. Die Krankheiten haben gemeinsam, dass sie durch Mücken oder Zecken übertragen werden.
Sichtbar erkranken die infizierten Hunde oft erst Monate später. Da es sich um ganz verschiedene Erreger handelt, unterscheiden sich je nach Mittelmeerkrankheit auch die Symptome stark.
Unerkannt oder zu spät behandelt können sie teils lebensbedrohlich enden, insbesondere bei Welpen. Hier die wichtigsten Erkrankungen, ihre Überträger, Schweregrade und Behandlungsmöglichkeiten:
- Leishmaniose | Überträger Schmetterlings- oder Sandmücken | tödlich, wenn nicht rechtzeitig behandelt | unheilbar
- Dirofilariose (Herzwurm) | Überträger verschiedene Stechmückenarten | tödlich, wenn nicht rechtzeitig behandelt | Chemotherapie/OP | Prophylaxe
- Babesiose | Überträger | Überträger Auwald- und Braune Hundezecken | bei Früherkennung gut medikamentös behandelbar
- Ehrlichiose | Überträger Braune Hundezecke | gut durch mehrwöchige Antibiotika-Therapie behandelbar