Früher trat diese Erkrankung beim Hund in Deutschland selbst nicht auf. Es handelte sich um eine reine Reisekrankheit, d.h. eine Krankheit, die der Hund bekam, weil er z. B. auf Urlaubsreisen ungeschützt in den passenden Gebieten war.

Ein vermehrter Import von Hunden aus dem Ausland (v. a. über Tierschutzprojekte) und ein zunehmender Reiseverkehr innerhalb Europas haben die Babesien in großer Zahl nach Deutschland gebracht.

Außerdem begünstigt der Klimawandel das Wachstum der Zeckenpopulationen bzw. ermöglicht, dass Zeckenarten heimisch werden, die es bisher in Deutschland nicht oder kaum gab. Dazu zählt auch die Wiesenzecke (Dermacentor reticulatus), die die Babesiose auf Hunde überträgt.

Nachdem eine infizierte Zecke sich festgesetzt hat, dauert es ca. 12-48 Stunden, bis sie die Babesiose auf den Hund überträgt. Das liegt daran, dass sich in der Zecke erst ab dem Beginn des Saugaktes die Vermehrungsformen der Babesien bilden. Mittlerweile gibt es Anzeichen, dass es auch schneller gehen kann, wenn eine Zecke während des Saugaktes den Wirt wechselt.


Mittelmeerkrankheiten

 
 
 
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